Eigenschaften
| Symbol | Rb |
| Etymologie | lateinisch rubidus = „dunkelrot“, da es anhand einer roten Spektrallinie entdeckt wurde |
| Ordnungszahl | 37 |
| Serie | Alkalimetalle |
| Aussehen | silbrig weiß |
| Aggregatzustand bei RT | fest |
| Massenanteil in der Erdhülle | 29 ppm |
| Atommasse | 85,47 u |
| Dichte | 1,532 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 39,31 °C |
| Siedepunkt | 688 °C |
| Oxidationszustände | 1 |
| Preis [Stand August 2018] | 12.000 €/kg |
Anwendung
Die Entdeckung des Rubidiums ist auf R.W. Bunsen und G.R. Kirchhoff im Jahre 1861 zurückzuführen. Bei der Untersuchung einer neu erschlossenen Mineralwasserquelle gelang es Bunsen mittels Spektralanalyse Rubidium reiche Verbindungsfraktionen zugewinnen. Dies war auf Grund zweier charakteristischer tiefroter Spektrallinien möglich, aus denen auch die Namengebung resultierte (rubidus (lat.) = tief-/ dunkelrot).
Auf Grund des hohen Oxidationspotentials (E0= -2,98 V) liegt Rubidium wie andere Alkalimetalle in der Natur nicht frei, sondern gebunden als Salz vor. Die Hauptmineralien zur Gewinnung von Rubidium sind Lepidolith und Petalit, bei deren Verarbeitung es als Nebenprodukt der Lithiumproduktion anfällt. In gediegener Form entzündet es sich wegen des geringen Standartpotentials spontan bei Luft- bzw. Sauerstoffkontakt. Rubidium weist eine geringe Leitfähigkeit auf (7,79 *106 S/m). Dennoch wird es in Glasfaserkommunikationssystemen und in Nachtsichtgeräten in Form von Additiven in Spezialgläsern verarbeitet, wobei es sich um das größte Einsatzgebiet von Rubidium handelt. Die Verwendung ist auf die geringe Härte und hohe Duktilität des Rubidiums zurückzuführen, welche für eine verbesserte Stabilität und Lebensdauer der Gläser sorgen. Auf Grund der photoemissiven Eigenschaften (Emission von Elektronen ausgelöst durch elektromagnetische Strahlung) von Rubidium wird es vielfältig in photoelektrochemischen Zellen, Photokathoden und als Beschichtung der Elektroden in thermischen Konvertern eingesetzt. Ebenso findet es mannigfaltige Anwendung im Bereich der Medizin, z.B. in Form von Rubidiumhalogeniden, die als Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie als Mittel gegen Epilepsie fungieren. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Rubidiums ähneln denen von Caesium so stark, dass beide Metalle meist zusammen eingesetzt werden und gegeneinander austauschbar sind. Auf Grund des geringeren Preises wird Caesium Rubidium meist vorgezogen.
Die Produktionsmenge von Rubidium liegt weltweit jährlich unterhalb von 10 t. Daher sind keine Statistiken über den Abbau, die Gewinnung oder die genaue Verwendung des Alkalimetalls vorhanden.
Produktionszahlen
Die Produktionsmenge von Rubidium liegt weltweit jährlich unterhalb von 10 t. Daher sind keine Statistiken über den Abbau, die Gewinnung oder die genaue Verwendung des Alkalimetalls vorhanden.
Herstellungsroute

