Eigenschaften
| Symbol | Sr |
| Etymologie | benannt nach der schottischen Stadt „Strontian“ |
| Ordnungszahl | 38 |
| Serie | Erdalkalimetalle |
| Aussehen | silbrig weiß metallisch |
| Aggregatzustand bei RT | fest |
| Massenanteil in der Erdhülle | 370 ppm |
| Atommasse | 87,62 u |
| Dichte | 2,63 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 777 °C |
| Siedepunkt | 1380 °C |
| Oxidationszustände | 2 |
| Preis [Stand Juli 2018] | 880 €/kg |
Anwendung
Strontium wurde das erste Mal 1790 in Schottland von Adair Crawford und William Cumberland Cruikshank entdeckt, nachdem es auf Grund der großen Ähnlichkeit zuvor mit dem damals bekannten Barium verwechselt wurde. 1808 konnte Strontium das erste Mal, wenn auch noch verunreinigt, durch Sir Humphry Davy mittels Elektrolyse und anschließender Destillation gewonnen werden. Das zur Strontiumgewinnung genutzt Mineral wird als Coelestin bezeichnet.
Strontium ist ein weiches, gut formbares Metall und gehört mit seiner geringen Dichte von 2,63 g/cm3 zu den Leichtmetallen. Im chemischen Verhalten ähnelt es stark dem Calcium, ist auf Grund des negativeren Normalpotentials jedoch deutlich reaktiver und kann als starkes Reduktionsmittel dienen. Gediegen entzündet es sich schon durch leichte Reibung, in Pulverform entzündet es sich spontan bei Kontakt mit Sauerstoff. Die Reaktionen mit Wasser und verdünnten Mineralsäuren sind äußerst heftig. Beim Einsatz von konzentrierter Schwefelsäure hingegen bildet sich zügig eine passivierende Sulfatschicht, die eine weitere Reaktion verhindert.
Als Einsatzmaterial dient Strontium bei der Herstellung von Kathodenstrahlröhren, z.B. in Farbfernsehern, sowie Dauermagneten. Auf Grund einer stark roten Verfärbung der Flammen bei einer Verbrennung von Strontiumverbindungen, z.B. der Chloride und Nitrate, wird es im Bereich der Pyrotechnik und für Signalraketen oder Warnfeuern eingesetzt. Des Weiteren wurde mittels der Verwendung von Strontiumatomen die genaueste Atomuhr der Welt hergestellt, welche auf eine Sekunde innerhalb von 200 Millionen Jahren genau geht. Strontium wird nur in geringen Mengen produziert und auf Grund der engen Einsatzgebiete nur wenig verwendet.
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