Wolfram

74
W

Eigenschaften

Symbol W
Etymologie angeblich von „Wolf“ und „Rahm“ (altes Wort für „Schmutz“)
Ordnungszahl 74
Serie Übergangsmetalle
Aussehen weißglänzendes Metall
Aggregatzustand bei RT fest
Massenanteil in der Erdhülle 64 ppm
Atommasse 183,84 u
Dichte 19,25 g/cm³
Schmelzpunkt 3422 °C
Siedepunkt 5930 °C
Oxidationszustände 2, 3, 4, 5, 6
Preis [Stand Mai 2018] 41,50 $/kg

Anwendung

Der Name Wolfram leitet sich von einer Beschreibung Agricolas ab, der im 16. Jahrhundert bei der Verhüttung von Zinn feststellte, dass bestimmte Mineralien die Ausbeute von Zinn wie ein Wolf auffressen, da ein Teil des Zinns durch Verschlackung verloren ging. Im 18. Jahrhundert wurde Wolfram erstmals durch Reduktion von Wolframtrioxid rein dargestellt. Die Einsatzgebiete von Wolfram ergeben sich aus seinem hohen Schmelzpunkt, der hohen Dichte und der härte von Wolframkarbid, desweiteren wird es in Stahl und weiteren Legierungen als Legierungselement verwendet. Aufgrund seines hohen Schmelzpunktes, erfolgt die Raffination von Wolfram hydrometallurgisch, bevor es zu metallischen Wolfram reduziert wird, beziehungsweise bevor das reine Oxid direkt mit Kohlenstoff zu Wolframkarbid umgesetzt wird. Nach der Verwendung wird über 30 % des Wolframs recycelt und gehört damit zu den zwanzig Metallen mit der höchsten Recyclingquote.

Statista, “Verwendung von Wolfram nach Anwendung in Europa | Statista,” 3/14/2024, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/891160/umfrage/verwendung-von-wolfram-nach-anwendung-in-europa/.

Produktionszahlen

Statista, “Wolfram: Minenproduktion weltweit bis 2023 | Statista,” 3/14/2024, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/974219/umfrage/minenproduktion-von-wolfram-weltweit/.

Herstellungsroute

F. E. Pawlek, Metallhüttenkunde, de Gruyter, Berlin, 1983.

 

Recyclingroute

Eu-r, “Wolfram: Das Recycling ist ausbaufähig,” 11/25/2021, https://eu-recycling.com/Archive/33656.

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